Viele USA-Mietwagen werden nicht zu klein gebucht, weil jemand die Entfernungen unterschätzt. Sie werden zu klein gebucht, weil zwei Hartschalenkoffer, eine Kühlbox, Rucksäcke, Einkäufe und tägliche Hotelwechsel in der Buchungsmaske nicht vorkommen.
Nicht das Beispielmodell entscheidet, sondern die gebuchte Kategorie. Und nicht die größte Klasse ist automatisch die beste, sondern die Klasse, bei der Route, Gepäck, Personen und Mietbedingungen zusammenpassen.
Das Wichtigste in Kürze
Für viele Paare ist ein Intermediate SUV oder eine größere Limousine ein guter Ausgangspunkt. Bei Familien ist ein Minivan oft praktischer als ein Fullsize SUV. Ein Cabrio kann für kurze Etappen sinnvoll sein, wird aber bei Gepäck und Hotelwechseln schnell eng.
„Toyota RAV4 oder ähnlich“ ist keine Modellgarantie. Entscheidend sind Mietwagenkategorie, SIPP-Code, Voucher und Verfügbarkeit an der Station.
SUV bedeutet nicht automatisch Allrad. Und Allrad bedeutet nicht automatisch, dass Dirt Roads, Gravel Roads oder Offroad-Strecken vertraglich erlaubt sind.
Die kurze Antwort: Es kommt nicht zuerst auf PS an
Die passende Mietwagenklasse für eine USA-Rundreise ist keine Frage von Motorleistung. Sie ist eine Frage von Gepäck, Alltag, Route und Vertrag. Ein großer SUV kann auf langen Highways angenehm sein. In engen Hotelgaragen in San Francisco oder Boston kann derselbe Wagen jeden Abend nerven.
Umgekehrt ist eine Limousine nicht automatisch zu klein. Zwei Erwachsene mit zwei großen Koffern können mit einer Fullsize-Limousine sehr vernünftig unterwegs sein, besonders bei hohem Stadtanteil. Sobald Kühlbox, Rucksäcke, Einkäufe und tägliche Hotelwechsel dazukommen, wird der flexiblere Zugang eines SUV oder Minivans oft angenehmer.
Wichtiger als PSGepäck, Sitzkomfort, Hotelwechsel und Parken
Wichtiger als das FotoKategorie, SIPP-Code, Voucher und Verfügbarkeit
Wichtiger als SUV-OptikMietbedingungen, erlaubte Straßen und tatsächlicher Antrieb
KEROLINA-Praxis: Nicht fragen: „Welches Auto sieht nach USA aus?“ Besser fragen: „Welche Klasse macht diese Route mit diesem Gepäck und diesen Personen stressärmer?“
Die fünf Fragen vor der Buchung
Vor der Buchung reicht die Frage „SUV oder Limousine?“ nicht aus. Die bessere Entscheidung entsteht aus fünf einfachen, aber ziemlich ehrlichen Fragen.
1
Wie viele Personen fahren wirklich mit?
Sitzplätze sind nur die erste Ebene. Auf einer dreiwöchigen Rundreise zählen Beinfreiheit, Ablagen, Kindersitze, Snacks, Kühlbox und Bewegungsfreiheit. Sieben Sitze bedeuten nicht automatisch Platz für sieben Koffer.
2
Wie viel Gepäck muss unsichtbar oder sicher verstaut werden?
Limousinen haben einen geschlossenen Kofferraum. SUVs bieten flexiblen Zugang, sind aber je nach Modell einsehbar. Cabrios haben wenig Stauraum. Pickups haben oft eine offene Ladefläche. Genau hier entscheidet sich Alltagstauglichkeit.
3
Wie viele Hotelwechsel sind geplant?
Eine Standortreise verzeiht einen engeren Kofferraum eher. Eine Rundreise mit täglichem Ein- und Ausladen macht kleine Öffnungen, starre Hartschalenkoffer und schlecht stapelbare Gepäckstücke schnell mühsam.
4
Wie hoch ist der Stadtanteil?
Große Fahrzeuge sind auf Highways angenehm. In Hotelgaragen, Parkhäusern, Innenstädten und engen Motel-Parkplätzen können sie unhandlich werden. San Francisco, Boston oder Chicago sind andere Anforderungen als Utah oder Wyoming.
5
Welche Straßen sind wirklich geplant?
Paved Road, Gravel Road, Dirt Road, Unpaved Road und Offroad sind nicht dasselbe. Genau hier gehört der Blick ins Rental Agreement: Ein SUV, ein höheres Fahrzeug oder sogar Allrad ersetzen keine schriftliche Mietvertragsfreigabe. Gerade bei Nationalparks, Backcountry Roads, BLM Roads, Forest Roads, Hotelzufahrten oder offiziell ausgeschilderten Schotterabschnitten müssen offizielle Hinweise, Voucher und Mietbedingungen zusammen gelesen werden. Mehr dazu steht im eigenen Ratgeber Schotterstraßen in den USA und Rental Agreement.
Warum das Beispielmodell weniger wichtig ist als die Kategorie
„Toyota RAV4 oder ähnlich“ klingt nach einem konkreten Auto. In der Praxis ist es vor allem eine Orientierung. Der Vermieter schuldet in Standardtarifen regelmäßig die gebuchte Kategorie, nicht exakt das abgebildete Modell.
Was bedeutet „oder ähnlich“?
Station, Saison, Rückläufer, Flottenbestand und Verfügbarkeit entscheiden, welches Fahrzeug am Ende auf dem Parkplatz steht. Aus einem Beispielmodell wird deshalb kein Anspruch auf genau dieses Modell. Eine modellgarantierte Buchung ist etwas anderes und muss ausdrücklich so ausgewiesen sein.
Was ist ein SIPP-Code?
SIPP-/ACRISS-Codes beschreiben Mietwagenklassen mit vier Buchstaben. Vereinfacht gesagt geht es um Fahrzeuggröße, Fahrzeugtyp, Getriebe beziehungsweise Antrieb sowie Kraftstoffart und Klimatisierung. Für USA-SUVs tauchen häufig Codes wie IFAR, SFAR oder FFAR auf.
IFAR
Häufig Intermediate SUV. Für viele Paar-Rundreisen ein brauchbarer Mittelweg, aber nicht automatisch mit Allrad.
SFAR
Häufig Standard SUV. Mehr Platzgefühl als IFAR, sinnvoll bei mehr Gepäck oder 3 bis 4 Personen.
FFAR
Häufig Fullsize SUV. Groß, teuer im Verbrauch und bei voller Sitzplatznutzung nicht automatisch ein Gepäckwunder.
Standardklasse, Intermediate, Fullsize: Wann eine Limousine reicht
Die Limousine wird bei USA-Rundreisen oft vorschnell aussortiert. Dabei kann sie für zwei Personen eine sehr vernünftige Wahl sein: günstigerer Verbrauch, meist angenehmer Highway-Komfort und ein geschlossener Kofferraum, der beim Parken beruhigender wirkt als ein offener SUV-Laderaum.
Schwächer wird die Limousine bei unhandlichem Gepäck. Eine Kofferraumöffnung bleibt starr. Große Hartschalenkoffer, Kühlboxen und Tagesrucksäcke lassen sich nicht so flexibel stapeln wie in einem SUV oder Minivan. Für 3 bis 4 Personen mit Gepäck wird es oft eng, auch wenn die Sitzplätze auf dem Papier reichen.
Passt oft gut2 Personen, Stadtanteil, Budget, klassische Highway-Etappen
Wird kritisch3–4 Personen, große Koffer, Kühlbox, viele Hotelwechsel
Starker Vorteilgeschlossener Kofferraum und meist niedrigerer Verbrauch
SUV-Klassen: bequem, übersichtlich, aber nicht automatisch geländetauglich
SUVs passen gut zum Bild der USA-Rundreise. Höhere Sitzposition, leichter Gepäckzugang und mehr Platzgefühl sind echte Vorteile. Der Denkfehler beginnt dort, wo aus SUV automatisch Allrad, Offroad-Fähigkeit oder Vertragsfreigabe abgeleitet wird.
Compact SUV
Für zwei Personen mit moderatem Gepäck kann ein Compact SUV reichen. Bei zwei großen Hartschalenkoffern, Handgepäck und Kühlbox wird es je nach Modell schnell knapp. Nicht als „kleiner Geländewagen“ einplanen.
Intermediate SUV / IFAR
Für viele Paar-Rundreisen ist IFAR ein guter Kompromiss. Der Einstieg ist angenehmer, der Blick auf die Straße höher, der Gepäckzugang flexibler. Ob 2WD, AWD oder 4WD ausgegeben wird, hängt von Anbieter, Station, Kategorie und Verfügbarkeit ab.
Standard SUV / SFAR
SFAR gibt mehr Platzgefühl und ist bei 3 bis 4 Personen oft entspannter. Der Preis dafür sind größere Außenmaße, höherer Verbrauch und mehr Aufmerksamkeit beim Parken.
Fullsize SUV / FFAR
Ein Fullsize SUV wirkt wie die Lösung für alles. Genau das stimmt nur begrenzt. Bei umgelegter dritter Sitzreihe entsteht viel Raum. Bei 6 oder 7 Personen schrumpft der Gepäckbereich deutlich. Fullsize SUV heißt außerdem nicht automatisch 4WD.
Premium SUV
Premium klingt nach mehr Nutzen, bedeutet aber nicht automatisch bessere Gepäcklogik. Komfort, Ausstattung und Image können steigen, Außenmaße und Kosten aber ebenso. Für die Fahrzeugwahl zählt deshalb nicht der Name, sondern die praktische Kombination aus Sitzplätzen, Gepäck und Route.
Nicht verwechseln: SUV-Optik, Bodenfreiheit, AWD, 4WD und erlaubte Nutzung sind verschiedene Dinge. Was auf dem Parkplatz robust aussieht, ist dadurch noch nicht für unbefestigte Strecken freigegeben.
Für Familien ist der Minivan oft die sachlich bessere Lösung. Nicht wegen des Images, sondern wegen der Türen, des Einstiegs, der Sitzlogik und des Gepäckzugangs. Schiebetüren sind in engen Parklücken kein Detail. Sie entscheiden jeden Tag, ob Kinder, Taschen und Proviant halbwegs entspannt ins Auto kommen.
Ein Fullsize SUV wirkt kräftiger und passt besser zum amerikanischen Straßenbild. Bei voller dritter Sitzreihe wird der Gepäckraum aber schnell zum Engpass. Wer 5 bis 7 Personen und mehrere große Koffer plant, sollte Sitzplätze und Gepäck getrennt prüfen.
Frage
Minivan
Fullsize SUV
Familienalltag
Sehr stark durch Schiebetüren, niedrigen Einstieg und gute Innenraumlogik
Stark beim Platzgefühl, aber Türen und Einstieg sind weniger praktisch
Gepäck bei voller Besetzung
Oft besser nutzbar, je nach Modell und Sitzstellung
Hinter der dritten Reihe häufig deutlich begrenzt
Parken
Schiebetüren helfen, Außenmaße trotzdem beachten
Große Außenmaße können in Städten stören
Image
Nüchtern, aber praktisch
Robuster Auftritt, aber nicht automatisch praktischer
Ein Cabrio kann auf einer kurzen Küstenetappe in Kalifornien oder in Florida sinnvoll sein. Es ist aber kein Fahrzeug, das Gepäckprobleme löst. Bei offenem Verdeck sinkt der nutzbare Stauraum je nach Modell deutlich. Große Hartschalenkoffer passen oft schlechter als erwartet.
Wer mit zwei Personen, wenig Gepäck und weichen Taschen reist, kann ein Cabrio bewusst einplanen. Wer drei Wochen unterwegs ist, häufig das Hotel wechselt und unterwegs nicht alles sichtbar auf der Rückbank liegen lassen möchte, sollte nüchterner rechnen.
Der typische Fehler: Cabrio wird nach Foto gebucht, aber nach Kofferraum erlebt. Das merkt man nicht auf dem Highway, sondern am ersten Morgen mit zwei Koffern, Tagesrucksack und Kühlbox.
Pickup-Truck: klingt nach USA, ist aber nicht automatisch praktisch
Ein Pickup wirkt auf den ersten Blick wie das amerikanischste Mietwagen-Erlebnis. Für klassische Hotel-Rundreisen ist er oft komplizierter als gedacht. Die Ladefläche ist groß, aber häufig offen. Gepäck liegt damit je nach Ausstattung sichtbar, ungeschützt und wetterabhängig.
Regen, Staub, Diebstahlrisiko, fehlender Sichtschutz, große Außenmaße und Verbrauch gehören zur ehrlichen Rechnung dazu. Dazu kommen je nach Anbieter und Tarif mögliche Einschränkungen bei Fahrzeugklasse, Versicherung oder Kreditkartenleistungen. Das muss im konkreten Voucher geprüft werden.
StarkUSA-Gefühl, Ladefläche, hohe Sitzposition
SchwachGepäckschutz, Sichtschutz, Wetter, Parken und Verbrauch
Elektroauto im Südwesten: möglich, aber planungsintensiver
Ein Elektroauto ist im Südwesten der USA nicht grundsätzlich falsch. Es ist aber eine andere Reiseplanung. Kalifornien ist meist einfacher als abgelegene Etappen in Nevada, Arizona oder Utah. Wer Nationalparks, Wüstenetappen und lange Tagesstrecken kombiniert, muss Lader, Ladezeit, Hotelmöglichkeiten und Reserve realistischer planen.
Hotel-Lader sind hilfreich, aber keine Garantie. Sie können belegt, defekt, langsam oder für bestimmte Gäste beschränkt sein. Bei großer Hitze, Klimaanlage und langen Steigungen sollte die Reichweite nicht bis zur letzten Meile ausgereizt werden.
Besonders wichtig sind die Rückgaberegeln. Manche Anbieter verlangen einen bestimmten Ladestand oder orientieren sich am Stand bei Übernahme. Gebühren, Toleranzen und Einwegregeln können sich ändern und müssen direkt vor der Buchung und vor der Rückgabe beim Anbieter geprüft werden.
Allrad-Mythen: AWD, 4WD und Mietvertrag sind drei verschiedene Dinge
Der größte Denkfehler bei USA-Mietwagen: Ein SUV sieht nach Freiheit aus. Der Mietvertrag denkt anders. AWD, 4WD, High Clearance und Low Range beschreiben technische Eigenschaften. Sie sagen nicht automatisch, welche Straßen mit diesem Mietwagen erlaubt sind.
Viele große Anbieter schließen Offroad, ungeeignete Straßen oder nicht regelmäßig gewartete Wege aus. Was genau gilt, steht im konkreten Rental Agreement, im Voucher und in den Stationsbedingungen. Das gilt auch dann, wenn ein SUV, Jeep oder Fahrzeug mit Allrad ausgegeben wurde.
AWD
Automatische Kraftverteilung auf mehrere Räder. Hilfreich bei Nässe oder Schnee, aber kein Freifahrtschein für Dirt Roads.
4WD
Allradtechnik, je nach System zuschaltbar oder permanent. Vertragliche Erlaubnis muss trotzdem separat bestehen.
High Clearance
Mehr Bodenfreiheit. Nützlich auf unebenen Zufahrten, aber nicht gleichbedeutend mit erlaubter Backcountry-Nutzung.
Keine Scheinsicherheit: Strecken wie Shafer Trail, White Rim, abgelegene Death-Valley-Backcountry-Roads oder ähnliche Wege sollten nicht mit einem normalen Standard-Mietwagen empfohlen werden. Für solche Strecken gehören offizielle Stellen, spezialisierte lokale Vermieter oder geführte Touren in die Prüfung.
Die folgenden Empfehlungen sind kein Automatismus. Sie sind ein Entscheidungsrahmen. Wer anders packt, anders fährt oder andere Prioritäten hat, kann zu einer anderen sinnvollen Klasse kommen.
Region oder Route
Naheliegende Klasse
Warum
Warnpunkt
Kalifornien-Küstenroute
Fullsize Limousine, Intermediate SUV oder Cabrio für Teilstrecken
Gute Straßen, viele Stopps, Städte und Küstenabschnitte
Cabrio-Gepäckraum und Parken realistisch prüfen
Südwesten mit Nationalparks
Intermediate oder Standard SUV
Sitzposition, Gepäckzugang und lange Etappen
Keine Offroad-Erlaubnis aus SUV ableiten
Florida
Fullsize Limousine, Intermediate SUV oder Cabrio
Flach, gute Straßen, viele Hotel- und Strandstopps
Hitze, Gewitter und Gepäck beim Cabrio beachten
Neuengland
Intermediate SUV oder Fullsize Limousine
Wechselhaftes Wetter, engere Orte, Herbstreisen
Große SUVs können in historischen Orten nerven
Rocky Mountains
SUV je nach Jahreszeit und Route
Höhenunterschiede, Wetterwechsel, längere Etappen
Winterregeln, Straßensperren und Bedingungen prüfen
Yellowstone / Grand Teton
Intermediate, Standard oder Fullsize SUV
Sitzposition und Übersicht sind angenehm
Gepäck und Fahrzeuggröße nicht überschätzen
Pacific Northwest
Intermediate SUV oder Fullsize Limousine
Regen, Küstenstraßen, Wälder und Städte
Parken und nasse Straßen differenziert betrachten
Texas / Südstaaten
Fullsize Sedan, Standard SUV oder Fullsize SUV
Lange Highways, größere Parkflächen, weite Distanzen
Verbrauch auf langen Strecken einrechnen
Städtereise mit Ausflügen
Standard-/Fullsize Limousine oder kleiner SUV
Parken, Verbrauch und Wendigkeit zählen stärker
Großer SUV kann mehr Last als Nutzen bringen
Lange One-Way-Rundreise
Fullsize Limousine, Intermediate SUV oder Standard SUV
Komfort, Zuverlässigkeit, Gepäck und Verbrauch ausbalancieren
Einwegmiete und Tarifbedingungen vorab prüfen
Entscheidungsmatrix: Welche Klasse passt zu welcher Reise?
Reisetyp
Naheliegende Klasse
Warum
Warnpunkt
2 Personen, 2 große Koffer, klassische Rundreise
Intermediate SUV oder Fullsize Limousine
Guter Mix aus Platz, Komfort und Gepäckzugang
SUV nicht automatisch AWD
2 Personen, wenig Gepäck, Kalifornien oder Florida
Gepäckangaben in Buchungsstrecken sind Orientierung, keine millimetergenaue Garantie. Kofferform, Laderaumabdeckung, Sitzstellung und Modellvariante können entscheidender sein als die abstrakte Literzahl.
Fahrzeugklasse
Typisches Gepäckproblem
Worauf achten?
Praxis-Hinweis
Limousine
Geschlossener, aber starrer Kofferraum
Kofferform und Öffnung prüfen
Guter Sichtschutz, weniger flexibel
SUV
Flexibler Laderaum, aber oft einsehbar
Abdeckung nicht voraussetzen
Nichts sichtbar liegen lassen
Fullsize SUV
Groß, aber bei dritter Sitzreihe eingeschränkt
Sitzplätze und Gepäck getrennt prüfen
7 Sitze heißt nicht 7 Koffer
Minivan
Viel Innenraum, aber große Fensterflächen
Gepäck ordentlich stapeln
Für Familien oft praktischste Lösung
Cabrio
Kleiner Kofferraum, Verdeckmechanik
Softbags statt Hartschalenkoffer
Eher Teilstrecke als große Rundreise
Pickup
Offene Ladefläche
Wetter, Diebstahl, Sicherung prüfen
Für klassische Rundreisen nur Spezialfall
Häufige Fehler bei der Fahrzeugwahl
1
„SUV reicht immer.“
Compact SUVs können kleiner sein als erwartet. Bei viel Gepäck wird es schnell eng.
2
„Fullsize SUV löst jedes Gepäckproblem.“
Nur, wenn die dritte Reihe nicht voll genutzt wird. Sitzplätze und Koffer sind getrennte Themen.
3
„Minivan ist nur uncool.“
Für Familien ist er oft die sachlich stärkste Lösung.
4
„Cabrio passt zu jeder Kalifornienreise.“
Für Teilstrecken ja. Für Gepäckrundreisen oft nur mit Kompromissen.
5
„Pickup ist praktisch, weil die Ladefläche groß ist.“
Groß ist nicht gleich geschützt. Wetter, Diebstahl an Ampeln und Sichtschutz zählen.
6
„AWD heißt Offroad erlaubt.“
Allrad ist Technik. Erlaubte Nutzung steht im Mietvertrag.
7
„Jeep Wrangler heißt freie Fahrt auf Trails.“
Auch ein geländegängiges Fahrzeug ersetzt keine Vertragsfreigabe.
8
„RAV4 oder ähnlich heißt RAV4.“
Es heißt Kategorie. Das konkrete Modell hängt von Verfügbarkeit und Station ab.
9
„Elektroauto spart immer Zeit und Geld.“
Laden, Rückgabe, Route und Temperatur entscheiden mit.
10
„Gepäckangaben sind exakt.“
Sie sind Anhaltspunkte. Kofferform, Abdeckung und Modellvariante zählen.
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Häufige Fragen
Welche Mietwagenklasse ist für eine USA-Rundreise am besten?
Es gibt keine pauschal beste Klasse. Für viele Paare ist ein Intermediate SUV oder eine größere Limousine sinnvoll. Bei Familien ist oft ein Minivan praktischer. Entscheidend sind Personen, Gepäck, Route, Hotelwechsel, Stadtanteil, Jahreszeit und Mietbedingungen.
Reicht ein Intermediate SUV für zwei Personen?
In der Regel ja, wenn zwei große Koffer und etwas Handgepäck mitreisen. Bei langer Rundreise, Kühlbox, vielen Hotelwechseln oder zusätzlichem Gepäck kann ein Standard SUV entspannter sein.
Ist ein SUV in den USA automatisch Allrad?
Nein. Ein SUV kann je nach Anbieter, Station, Kategorie und Verfügbarkeit mit 2WD, AWD oder 4WD ausgegeben werden. Die SUV-Kategorie allein garantiert keinen bestimmten Antrieb.
Darf ich mit einem SUV auf Schotterstraßen fahren?
Das hängt nicht allein vom Fahrzeug ab. Viele Anbieter schließen Offroad, ungeeignete Straßen oder nicht regelmäßig gewartete Wege aus. Maßgeblich sind Voucher, Rental Agreement und die Bedingungen der konkreten Station. Für die ausführliche Einordnung verlinkt dieser Artikel auf den Ratgeber Schotterstraßen in den USA und Rental Agreement.
Ist ein Minivan besser als ein Fullsize SUV?
Für Familien häufig ja. Ein Minivan bietet Schiebetüren, leichteren Einstieg, guten Innenraumzugang und oft bessere Gepäcklogik. Ein Fullsize SUV wirkt robuster, löst aber bei voller dritter Sitzreihe nicht automatisch das Gepäckproblem.
Ist ein Cabrio für Kalifornien sinnvoll?
Für kurze Teilstrecken oder Paare mit wenig Gepäck kann ein Cabrio sinnvoll sein. Für große Rundreisen mit mehreren Hotelwechseln, Hartschalenkoffern und langen Fahrtagen ist es oft unpraktischer als es in der Buchungsmaske wirkt.
Kann man mit einem Elektroauto durch den Südwesten fahren?
Ja, aber nur mit bewusster Ladeplanung. Kalifornien ist meist einfacher als abgelegene Etappen in Nevada, Arizona oder Utah. Hotel-Lader, Rückgaberegeln, Ladezeit und Reichweite bei Hitze sollten vor der Buchung geprüft werden.
Was bedeutet „oder ähnlich“ beim Mietwagen?
Das gezeigte Modell ist ein Beispiel. Der Vermieter schuldet in der Regel die gebuchte Kategorie, nicht exakt das abgebildete Fahrzeugmodell. Entscheidend sind Kategorie, SIPP-Code, Station und Verfügbarkeit.
Was ist IFAR?
IFAR ist ein SIPP-/ACRISS-Code, der im Mietwagenkontext häufig für Intermediate SUV, Automatik und Klimaanlage steht. Die genaue Auslegung muss zur Buchungsstrecke, zum Voucher und Anbieter passen.
Ist ein Pickup-Truck für eine USA-Rundreise sinnvoll?
Für klassische Hotel-Rundreisen meist nur eingeschränkt. Die offene Ladefläche ist bei Gepäck, Wetter, Sichtschutz, Diebstahlrisiko und Parken oft unpraktisch.
Was ist wichtiger: Fahrzeugmodell oder Mietwagenkategorie?
Die Kategorie ist wichtiger. Das Modellbild hilft bei der Vorstellung, ist aber normalerweise keine Garantie. Entscheidend sind SIPP-Code, gebuchte Klasse, Voucher und die tatsächliche Verfügbarkeit an der Station.
Wichtiger Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Prüfung des konkreten Vouchers und Mietvertrags. Gerade bei Allrad, unbefestigten Straßen, Elektroauto-Rückgabe, Pickups und Spezialfahrzeugen zählt die jeweils gültige Bedingung der konkreten Buchung.
Liebe Grüße Sylvia Spleth
Spezialistin für USA-Mietwagen und Rundreisen seit über 30 Jahren